Der Cotopaxi ist mit seinen 5897 m nicht nur der zweithöchste Berg Ecuadors, sondern gehört auch zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt. Er liegt im gleichnamigen Nationalpark in der ecuadorianischen Provinz Cotopaxi, etwa 50 km südlich von Quito.

Nationalpark Cotopaxi gesperrt und evakuiert

Nach über 100 Jahren der Ruhe zeigt der Vulkan Cotopaxi wieder erhöhte Aktivität. Nachdem tagelang bis zu 5 km hohe Rauch- und Aschewolken ausgestoßen wurden, wurde vom Sekretariat für Risikomanagement am Freitag, dem 14. August die Warnstufe „Gelb“ für die Provinzen Cotopaxi, Tungurahua und Pichincha ausgerufen. Das bedeutet, dass nach aktueller Lage ein Vulkanausbruch innerhalb der nächsten Monaten möglich ist. Der Nationalpark Cotopaxi wurde wegen Ascheregen bereits gesperrt und evakuiert, ein Betreten ist bis auf weiteres untersagt. Die Bürger wurden gebeten Ruhe zu bewahren und die Informationen der offiziellen Quelle, dem Ministerium für Sicherheitskoordination unter www.volcancotopaxi.com zu beachten. Weitere Information stellt das Instituto Geofisico zur Verfügung.

Angst vor der Schlammlawine

Was den Cotopaxi bei einem Ausbruch besonders gefährlich macht, sind die dicken Gletscher die den Vulkan bedecken. Denn die heiße Lava ließe das Eis schmelzen und zusammen mit Erde und Gestein als Schlammlawine ins Tal stürzen. Das Sekretariat für Risikomanagement stellt daher eine Karte der durch Schlammlawinen („Lahare“) besonders gefährdeten Gebiete zur Verfügung, inklusive der jeweiligen Evakuierungsrouten. Dabei handelt es sich um die Gebiete entlang der natürlichen Abflüsse (v.a. Latacunga, Tungurahua, Sangolqui, Valle de los Chillos und Valle de Tumbaco entlang des Fluss San Pedro) des Vulkans. Bei einem Ausbruch beträgt die Vorwarnzeit hier nur 40 bis 60 Minuten.

Vulkanasche fliegt bis Quito

Je nach Windrichtung und Stärke des Ausstoßes, fliegt die Asche bereits bis Quito, wobei insbesondere der Süden der Stadt betroffen ist. Die Vulkanasche kann dabei zu Augenirritationen und Atembeschwerden führen. Es wird deshalb empfohlen, sich gegebenenfalls mit Atemschutzmasken und Schutzbrillen zu schützen. Man sollte zudem einen Notfallrucksack vorbereiten und die vorgesehenen Fluchtrouten und sicheren Orte kennen. Da ein teilweiser Ausfall der Wasser- und Stromversorgung möglich ist, der auch das Stadtgebiet von Quito betreffen kann, sollten zudem Wasser- und Lebensmittelvorräte angelegt werden. Der Flughafen Quito ist bislang nicht betroffen.

 

 

Weitere Information gibt es von der Deutschen Botschaft Quito oder beim Bürgermeisteramt Quito (auf spanisch)

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