Dia de los Difuntos, der Allerseelentag

Am 2. November wird in Ecuador der Dia de los Difuntos, der Allerseelentag, gefeiert. Anlässlich dieses Feiertages, werden in der Andenregion typischerweise Colada Morada & Guaguas de Pan verzehrt. Traditionell wurden diese in der Familie hergestellt und als Opfergabe auf den Friedhof gebracht. Die Colada symbolisiert dabei das Reiseproviant, welches den Verstorbenen auf ihre letzte Reise mitgegeben wird. Die Guaguas stehen repräsentativ für die aufgebahrten Toten.

Die Tradition der Colada Morada…

Die Tradition der Colada Morada geht auf die präkolumbische Zeit zurück, schon vor 5.000 Jahren sammelte man in den Anden die wild wachsenden Früchte und mischte diese teilweise auch mit Ananas aus subtropischen Regionen. Später fügte man auch Getreide aus den Anden, wie beispielsweise Mais, hinzu und machte daraus eine wohlschmeckende violettfarbene Colada.

Heutzutage wird diese beliebte Colada (vom spanischen „durchsieben“) meist zubereitet aus schwarzem Maismehl, Früchten wie Mora (Brombeere), Mortiño (Heidelbeeren), Frutilla (Erdbeeren), Ananas, Babaco (Bergpapaya), Naranjilla (Lulo) und verschiedenen Gewürzen, wie beispielsweise Zimt.

…und der Guaguas de Pan

Bei den Guaguas de Pan („Kinder aus Brot“) handelt es sich um verzierte und oft süß gefüllte Brote in Form von Kinderfiguren. Das Wort Guagua (gesprochen wa-wa) bedeutet Baby bzw. Kleinkind in der Quechua-Sprache.

Die Guaguas de Pan wurde in der prähispanischen Zeit aus Kürbis, in Form einer Tortilla, im Tontopf gekocht. Nachdem die Kolonialzeit Weizen brachte wurden daraus Brote, welche teilweise heute noch mit einer Marmelade aus Kürbis gefüllt sind. Oft sind die Brote aber auch mit anderen fruchtigen Marmeladen oder sogar mit Käse gefüllt.

 

Quelle: Ecuavisa
Bild: „Colada morada“ von Juan Jorge Arellano Lima, Perú – Colada morada. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons

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