Klima ohne große Temperaturunterschiede

 
Durch die Lage auf dem Äquator ist das Klima in Ecuador ohne große Temperaturunterschiede während des ganzen Jahres.  Jedoch sorgen die sehr verschiedenen Landesteile von der Pazifikküste, über die hohen Anden bis zum tropischen Amazonasbecken auch für eine große Spanne in den Klimaausprägungen. Zudem beeinflussen zwei gegensätzliche Meeresströmungen im Pazifik das Klima in Ecuador, eine warme Strömung aus dem Norden und der kalte Humboldtstrom aus dem Süden. Gerade diese Verschiedenartigkeit macht das Land aber zu einem ganzjährigen interessanten Reiseziel und zu einem beliebten Land für Auswanderer. Die beste Reisezeit für Ecuador unterscheidet sich, je nachdem welchen Landesteil man besuchen möchte.

Wetter unterscheidet sich in Trocken- und Regenzeit

 
In Ecuador unterscheiden sich die Jahreszeiten vor allem durch die Niederschlagsmenge, also Trocken- und Regenzeit. An der Küste (Costa) liegt die Durchschnittstemperatur das ganze Jahr über bei 25 Grad Celsius, die Regenzeit dauert von Dezember bis Mai. In den Anden (Sierra) ist es generell deutlich kühler und ab 3.000 Höhenmetern auch trockener. Die Temperaturen in den Anden schwanken je nach Höhenlage von null bis achtzehn Grad Celsius, ebenso verschieden sind die Niederschläge in den Anden. Die Andenausläufer hingegen sind ganzjährig feucht und daher geprägt durch üppige, dunstige Nebelwälder mit deutlich mehr Niederschlag. Regenzeiten sind von Februar bis Mai und Oktober bis November. Das Amazonasgebiet (Oriente) verzeichnet aufgrund des feuchten, tropischen Klima mit Abstand am meisten Niederschlag über das ganze Jahr, bei durchschnittlichen Temperaturen von 25 Grad. Eine typische Trockenzeit gibt es hier nicht, nur Zeiten mit weniger Regen. Nur auf den Galapagos Inseln gibt es deutliche Klimaunterschiede im Jahresverlauf. So ist es von Dezember bis Mai tropisch warm bei 27 Grad und möglichen Niederschlägen, die zweite Jahreshälfte hingegen ist kühler mit 15 bis 25 Grad und einer Trockenzeit von Oktober bis Dezember.
 

Beste Reisezeit für Ecuador

 
Obwohl Ecuador durch die vielen Klimaausprägungen ganzjährig ein interessantes Reiseziel ist, gibt es deutlich mehr Touristen im Januar und Februar, sowie in der Hochsaison von Juli bis August. Die ideale Reisezeit sollte man je nach Zielgebiet wählen. An der Küste bietet sich die zweiten Jahreshälfte an, auch wenn der kühle Pazifik im Juli und August nicht immer zum Baden einlädt, ist diese Zeit ideal zur Walbeobachtung. Im Hochland, einschließlich Quito, sollte man die Trockenzeit von Juni bis September nutzen. Im Regenwaldgebiet empfiehlt es sich insbesondere zwischen September und Dezember zu reisen, wohingegen von Juni bis August mit heftigen Regenfällen zu rechnen ist, was eine Reise ungewollt behindern kann. Auf den Galapagos Inseln sollte man zudem bedenken, dass man in der ersten Jahreshälfte nicht nur tropisch warmes Wetter, sondern dadurch auch wärmeres Wasser hat. Zur Beobachtung der verschiedenen Tierarten bietet sich aber das ganze Jahr an. Abgesehen von etwas kühlerem Wetter auf den Galapagos Inseln, stellt sich der September damit als idealer Monat für eine Rundreise in Ecuador dar. So kommt man in den Genuss der Trockenzeit an der Küste sowie im Hochland und hat verhältnismäßig wenig Regen im Tiefland zu befürchten.

Foto: Vulkan Tungurahua südöstlich von Ambato

One Reply to “Beste Reisezeit für Ecuador”

  1. Ich war jetzt drei mal in Ecuador (Mai, September, Dezember) und habe jedes Mal verschiedene Regionen kombiniert. Ich habe die Erfahrung gemacht, das auch die vermeintlich „schlechte“ Reisezeit in der Regel nicht wirklich schlecht ist. In der Nebensaison hat man jedoch das Glück weniger Touristen zu treffen. So hatten wir dieses Jahr im Mai bsp. das Casa de Arbol in Banos quasi für uns alleine.

    Ich würde daher nicht unbedingt die Reiseplanung nach dem Wetter ausrichten, sondern nur den Koffer entsprechend packen.

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